Sublime Text: aktuelles Datum einfügen

Den Codeschnippsel einfach in „Packages/User“ als „timestamp.py“ anlegen:

import datetime
import sublime, sublime_plugin

class TimestampCommand(sublime_plugin.TextCommand):
  def run(self, edit):
    timestamp = "%s" % (datetime.datetime.now().strftime("%Y-%m-%d"))
    for region in self.view.sel():
      if region.empty():
        self.view.insert(edit, region.begin(), timestamp)
      else:
        self.view.replace(edit, region, timestamp)

Um per Tastendruck aktiviert zu werden, die Key Bindings noch um folgende Zeile ergänzen:

{ "keys": ["ctrl+shift+t"], "command": "timestamp" }

Sofern Text markiert ist, wird dieser durch den Datumstempel „YYYY-MM-DD“ ersetzt, ansonsten wird das Datum an der Cursorpositon eingefügt.

 

Lesenswert XX

 

Urlaubsimpression III

Lachen oder weinen? In der Tox Bar auf Schiermonnikoog dienen zersägte 7″ Singles als Halter für Getränkekarten.

 

Politiker und die Glaubwürdigkeit

In der SPD ging es in den letzten Wochen hoch her. Nachdem der Vorsitzende noch letztes Jahr mit 100% gewählt wurde, wird er – rund ein Jahr nach dieser Wahl – wohl nur noch als ehemaliger Vorsitzender und „normaler“ Abgeordneter irgendwo in den hinteren Bänken zu finden sein.

Warum dies so ist, darüber kann – und wird – viel spekuliert werden, letztendlich ist es IMHO die Tatsache, daß man als Wähler gerne Verlässlichkeit hätte, daß derjenige oder diejenige, dem man (s)eine Stimme gibt, sich auch an die eigenen Aussagen und Versprechen hält.

Gerade aus diesem Grund braucht es im Fall von Martin Schulz auch keine Verschwörungstheorien oder hinterhältig inszenierte Wasauchimmer – es reicht der einfach und simple Vergleich dessen, was er vor der Kamera öffentlich an einem Rednerpult stehend gesagt hat:

25. September 2017:

Daniel Friedrich Sturm: Herr Schulz, schließen Sie aus, daß sie in ein von Frau Merkel oder der CDU/CSU geführtes Kabninett eintreten als Minister.

Martin Schulz: Ja. Ja. Ganz klar. In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nie eintreten.

Auch nach dem dritten Anhören der Pressekonferenz ist nicht eindeutig, ob er „nicht“ oder „nie“ gesagt hat, dies ist an dieser Stelle aber auch nicht weiter dramatisch, da als inhaltsgleich zu bewerten.

07. Februar 2018:

Martin Schulz: Deshalb möchte ich, vorausgesetzt wir bekommen ein Mandat unserer Mitglieder, in die Regierung als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland eintreten.

Ein paar Monate später sieht die Lage offensichtlich anders aus – Martin Schulz möchte – frei nach dem Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ – nun doch gerne Minister sein, hält es aber nicht für weiter notwendig, diesen Sinneswandel auch nur ansatzweise zu begründen und wundert sich offensichtlich auch noch über den Sturm, der über ihn hereinbricht.

Wie wenig er das Grundproblem verstanden hat, wird in dem am 24. März erschienenen Spiegel-Artikel „Ich habe dumme Fehler gemacht“ klar, dessen Titel zuert Hoffnung macht, er hätte den Kern des Problems erkannt, aber leider ist dem nicht so:

„Die ganze Empörung über meinen Wunsch, Außenminister zu werden, lag wahrscheinlich daran, dass viele an der Parteibasis in mir einen untypischen Politiker gesehen haben und dann eben schockiert waren, dass ich einen typischen Politikerschritt mache“, sagte Schulz. „Möglicherweise hätten sie es jedem anderen verziehen. Mir nicht.“

Wenn so ein „typischer Politikerschritt“ aussieht, bleibt nur zu hoffen, daß es da draußen noch irgendwo untypische Politiker gibt …

 

Automatischer Redirect bei Firefox

Im lokalen Netz werkelt eine virutelle Linux-Spielkiste, welche auf Grund ihres Einsatzzwecks auf den Namen „sandbox“ hört. Der auf dieser Maschine laufende Webserver ist aus dem lokalen Netz über die Adresse „http://sandbox“ erreichbar.

Wenn die Kiste ausgeschaltet ist, führt ein Versuch, die URL in Google Chrome zu öffnen wie erwartet zu einer Fehlerseite mit dem Hinweis

Die Server-IP-Adresse von sandbox wurde nicht gefunden.

Firefox hingegen versucht ebenfalls – logischerweise ergebnislos – die URL zu öffnen und führt den verdutzten Anwender letztendlich zur Adresse „http://www.rotoworld.com/?ref=sandbox“, eine Vorgehensweise, welche auf den ersten Blick unschöne Methoden wie DNS-Hijacking (oder Schlimmeres) als Ursache vermuten lässt, letztendlich aber einen trivialen Grund hat, welcher bereits vor rund 7 Jahren Thema des Beitrags „Firefox fügt automatisch ‚www.‘ und ‚.com‘ an“ war:

Wenn Firefox zu einer eingegebenen URL keine Verbindung bekommt, beginnt ein Verwirrspiel durch Anhängen einer Domainendung – in diesem Fall der Endung .“com“, die aus der ursprünglichen Adresse „http://sandbox“ dann „http://sandbox.com“ macht – welche zum gleichen Betreiber wie „http://www.rotoworld.com“ gehört und letztendlich den Redirect erklärt.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, was sich ein Programmierer bei der Implementierung solch sinnbefreiter Automatismen denkt: Wegen jedem Krimskrams wird irgendwo eine Leiste eingeblendet, die darauf hinweist, daß Firefox dieses, jenes oder noch was ganz viel tolleres könnte. Und bei sowas? Da wäre ein Hinweis „Address not found – redirecting to potentially unwanted site“ wirklich hilfreich.