Der Müller macht’s … oder … Leß do it?

Wahlkampfzeit ist auch immer wieder die Zeit, in der man kopfschüttelnd vor irgendwelchen Plakaten steht und nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll …

Ob „Zukunft schaffen“ oder „Ralf wählen“ – es bleibt zu hoffen, daß für diese beiden Plakate nicht auch noch eine Werbeagentur bezahlt wurde.

 

Kunstparker XVI

 

For you ….

Fundstück in einem Artikel, der als „Neuer, unbenutzter Artikel“ auf eBay verkauft wurde:

War wohl nicht „the right one“ :-/

 

NumLock an der Konsole automatisch aktivieren

Standardmäßig ist bei Debian die NumLock-Funktion auf der Konsole nach dem Boot deaktiviert. Ist dies bei physikalischen Servern in der Regel kein größeres Ärgernis, da man nur selten direkt an der Konsole arbeitet und noch seltener neu startet, kann es bei einer auf dem lokalen Arbeitsplatz betriebenen virtuellen Maschine nerven: je nach verwendeter Virtualisierungslösung wird beim Boot der VM auch unter Windows die NumLock-Taste ausgeschaltet, was mehr als nervig ist.

bis Debian 7 „Wheezy“:

Die Lösung ist recht einfach – ein Skript namens „enablenumlock“

### BEGIN INIT INFO
# Provides: enablenumlock
# Required-Start: $syslog
# Required-Stop: $syslog
# Default-Start: 2 3 4 5
# Default-Stop: 0 1 6
# Short-Description: Enables numlock on console
# Description: Enables numlock on console at boot time.
### END INIT INFO

# Aktionen
case "$1" in
 start)
 /usr/bin/setleds -D +num
 ;;
stop)
 /usr/bin/setleds -D +num
 ;;
restart)
 /usr/bin/setleds -D +num
 ;;
esac

exit 0

ins Verzeichnis „/etc/init.d“ gepackt, ausfrührbar gemacht und dann mittels

update-rc.d enablenumlock defaults

in den Systemstart eingebunden. Beim nächsten Boot wird NumLock automatisch aktiviert.

ab Debian 8 „Jessie“:

Durch den Umstieg von sysvinit zu systemd funktioniert die oben geschilderte Lösung nicht mehr zuverlässig. Einfache Abhilfe schafft der Ansatz aus dem archlinux Wiki, welcher dem Dienst „getty@.service“ zwei Zeilen hinzufügt:

# systemctl edit getty\@.service

[Service]
ExecStartPre=/bin/sh -c 'setleds +num < /dev/%I'

Nach einen Neustart ist Numlock dann wieder standardmäßig aktiviert. Wer sich an dem angezeigten Hint stört, findet im Wiki auch eine Möglichkeit, dessen Ausgabe zu unterdrücken.

Versionshistorie:

2017-07-30: Aktualisierung für Debian 8 (und 9)
2014-02-16: ursprüngliche Version

 

Kein Netzwerk nach Upgrade von Debian Jessie auf Stretch

Ein Upgrade von Debian Jessie nach Stretch ist schnell erledigt: in der Datei „/etc/apt/sources.list“ alle Einträge, die auf „jessie“ lauten durch „stretch“ ersetzen und anschließend mit

apt-get update
apt-get upgrade
apt-get dist-upgrade

das System auf die neue Version aktualisieren.

Das Upgrade lief auch problemlos durch, allerdings war nach einem Reboot kein Netzwerk (mehr) vorhanden:

root@sandbox:~# ifconfig
lo: flags=73<UP,LOOPBACK,RUNNING>  mtu 65536
        inet 127.0.0.1  netmask 255.0.0.0
        inet6 ::1  prefixlen 128  scopeid 0x10<host>
        loop  txqueuelen 1  (Lokale Schleife)
        RX packets 0  bytes 0 (0.0 B)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 0  bytes 0 (0.0 B)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

Während vor dem Reboot die Netzwerkkarte noch mit „eth0“ identifiziert wurde

root@sandbox:~# networkctl
WARNING: systemd-networkd is not running, output will be incomplete.

IDX LINK             TYPE               OPERATIONAL SETUP
  1 lo               loopback           n/a         unmanaged
  2 eth0             ether              n/a         unmanaged

2 links listed.

wurde nach dem Reboot die Netzwerkkarte als „enp0s3“ erkannt:

root@sandbox:~# networkctl
WARNING: systemd-networkd is not running, output will be incomplete.

IDX LINK             TYPE               OPERATIONAL SETUP
  1 lo               loopback           n/a         unmanaged
  2 enp0s3           ether              n/a         unmanaged

2 links listed.

Nachdem in der Datei „/etc/network/interfaces“ alle Einträge von „eth0“ durch „enp0s3“ ersetzt wurden, stand nach einem weiteren Reboot das Netzwerk wieder zur Verfügung.