Schlagwort: Ken Hensley

Hörenswert #14: Ken Hensley - The Cold Sacrifice

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Nach Trevor Bolders "Sail The Rivers" und Lee Kerslakes "Eleventeen" gibt es mit "My Book Of Answers" die dritte posthume Album-Veröffentlichung in den letzten Monaten aus dem URIAH HEEP-Umfeld, diesmal von Ken Hensley.


Ken Hensley R.I.P.

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Nur wenige Wochen nach Lee Kerslake ist gestern Ken Hensley verstorben.

Neben vielen großartigen Songs aus seiner Zeit bei URIAH HEEP hat er auch einige Soloalben veröffentlicht, von denen ich inbsesondere "Proud Words On A Dusty Shelf" und "Blood On The Highway" nicht mehr missen möchte.

Ich habe Ken Hensley zum ersten Mal im Mai 2001 zusammen mit seinem ehemaligen URIAH HEEP-Bandkollegen John Lawton live gesehen. Ein rundum vergnüglicher Abend im Rahmen des Hensley/Lawton-"The Return"-Projekts, das leider außer einem hörenswerten Livealbum kein weiteres Material hervorgebracht hat.

R.I.P.


Ken Hensley - Lady in Black remixes

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Remakes sind ganz groß in Mode. Während auf der einen Seite unbekannte Sternchen von Ihren Produzenten dazu verdonnert werden, mit altbekannten Songs den Aufstieg zum Olymp zu erproben, versuchen auf der anderen Seite schon längst erloschene Sterne mit Neuaufnahmen ihrer größten Hits etwas Geld für die eigene Rentenkasse zu sammeln.

Keine Ahnung, ob letzteres auch die Intention hinter Ken Hensleys "Lady in Black remixes" war oder nicht – einen Gefallen hat sich der Mann damit jedenfalls nicht getan. Das Rezept scheint einfach: die Vocals neu eingesungen, hier und da etwas irisch anmutende Violine und ansonsten jede Menge Computer dazugepackt - herausgekommen ist eine grauenhafte Mixtur, die alte Fans wohl reihenweise in die Flucht schlägt und neue zuverlässig auf Distanz hält. Und warum man neuerdings zwischendurch immer "Hey" rufen soll, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

Wer sich das Teil trotzdem antun möchte, dem sei als Anspieltip der "Chill tloop remix" gegönnt.

Sch... (01/20 Punkte)


Ken Hensley 2002-06-13

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Rund ein Jahr nach seiner überaus erfolgreichen "Ich bin wieder da"-Tour zusammen mit Ex-URIAH HEEP-Shouter John Lawton kehrt Ken Hensley alleine und nur mit seiner Begleitband FREE SPIRIT nach Heidelberg zurück und hinterläßt statt restlos begeisterten Anhängern wie im letzten Jahr diesmal deutlich mehr verwunderte Gesichter.

Als wichtigste Änderung gegenüber dem letztjährigen Konzert stellt sich das Fehlen eines designierten Frontmans heraus - stattdessen versucht sich Ken Hensley in einer musikalischen Dreifaltigkeit - Ken "Gitarre" Hensley, Ken "Orgel" Hensley und Ken "Gesang" Hensley. Dies stellt auch gleich den größten Schwachpunkt des Abends dar - Ken Hensley ist nunmal ein begnadeter Keyboarder (und zumal auch der einzige auf der Bühne), so daß jedesmal, wenn er zur Gitarre greift, das Tasteninstrument gänzlich unbearbeitet bleibt. Schade eigentlich, denn für viele Anwesenden war wohl einer der Gründe, an diesem Abend in den Schwimmbadclub zu pilgern, eben Ken Hensley an der Orgel zu sehen und nicht an der Gitarre.

Ein zweiter recht verwunderlicher Faktor waren die teilweise sehr gewagten Arrangements, die manchem Klassiker verpaßt wurden - vor allem der "Lady in Black" stand das neue Outfit, das stellenweise an eine Mischung aus Metal und Reggae erinnerte, nicht so dolle. Aber auch an "Free Me" wurde ordentlich herumgebastelt, während die aktuellen Songs meist der Studioversion recht ähnlich bleiben durften.

Auch die äußeren Begleitumstände waren nicht gerade glücklich - das Konzert startete aufgrund eines Staus (in dem die Band etwas Autobahn-Sightseeing betreiben durfte) rund eine Stunde später als geplant und der angeheuerte Einheizer mußte aufgrund der extrem kleinen Bühne leider auf die ihm zugedachte Rolle verzichten.

Stattdessen ging’s erst um kurz nach 22 Uhr im leider nicht sehr gut gefüllten Schwimmbadclub los - eine Tatsache, die auch Ken Hensley nicht unerwähnt ließ. Sein Kommentar "Pech für alle, die nicht hier sind. Sie verpassen eine geile Party!" war zwar von den Worten her nicht unbedingt allzu negativ, aber der verbitterte Ton, in dem er es sagte, ließ alles andere als auf eine "Scheiß’ drauf"-Einstellung vermuten.

Wer jetzt den Eindruck hat, es wäre ein schlechtes Konzert gewesen - nein, war es nicht. Es war nur an vielen Stellen deutlich anders als erwartet und etwas seltsam - aber vielleicht genau das, was Ken Hensley gebraucht hat, um wieder aus der Versenkung aufzutauchen. Mit frischen Schwung sowohl an neues Material als auch an alte Klassiker heranzugehen und einfach das zu tun, was er am besten kann und was ihm wohl auch am meisten Spaß macht: Musik "aus dem Bauch heraus".


Uriah Heep - The Magician's Birthday Party

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uh-tmbpWenn man schon Geburtstag feiert, dann soll das auch eine richtig schöne Party werden. Nach diesem Motto haben auch URIAH HEEP die "Magicians Birthday Party" gestaltet und neben einigen speziellen Geburtstagsgästen auch für eine interessante Musikauswahl gesorgt, um zusammen mit rund 1500 Fans im SHEPERD'S BUSH EMPIRE zu feiern.
Da inzwischen die Durchführung solcher Events auch gerne für eine Schlacht der Veröffentlichungsformate verwendet wird, erscheint auch der dazugehörige offizielle Mitschnitt auf CD, DVD und einer Special Edition, die sowohl DVD und CD in einen Pappschuber steckt und mit einem zusätzlichen Booklet anreichert.

Mit "Stealin" steigen HEEP in eine Show ein, die sich zwar zu großen Teilen an den schon bekannten Setlists orientiert, aber trotzdem um das eine oder andere Schmankerl angereichert wurde. So betritt dann auch beim ersten Neuling "Tales" der gewichtige Thijs van Leer von FOCUS die Bühne, um den Song mittels Flöte und Jodeleinsätzen (!!!) zu veredeln.

Zu "July Morning" ist es dann endlich soweit - nach rund 20 Jahren steht Ken Hensley wieder zusammen mit URIAH HEEP auf der Bühne und spendiert dem Song mit seiner Hammond das in den "normalen" HEEP-Versionen fehlende Tüpfelchen auf dem "i". Glücklicherweise hat man aber mit Ken Hensleys Erscheinen den eigentlichen Tastenmann Phil Lanzon nicht in den Backstagebereich verbannt, sondern spielt die nun folgenden Songs mit zwei Keyboardern beziehungsweise einem Keyboarder und einem Pianisten respektive zwei Gitarristen und einem Keyboarder (na, kommt noch jemand mit?)

Der eigentliche Höhepunkt des Abends folgt dann aber mit dem Song "Magician’s Birthday", bei dem nicht nur Drummer Lee Kerslake eine weitere Facette seiner Mulitfunktionalität vorstellen darf, sondern auch Ex-URIAH HEEP-Sänger John Lawton die Bühne entert und zusammen mit Bernie Shaw den Vocalpart beschließt.
Nach einigen mehr oder minder enttäuschenden DVD-Veröffentlichungen aus dem Hause URIAH HEEP liegt hier zum ersten Mal eine wirkliche Perle vor, an der es sowohl in Sachen Bild als auch Ton nicht das geringste auszusetzen gibt. Verwirrend mag vielleicht anfangs nur sein, daß man entgegen dem normalen Live-Feeling tatsächlich alle Instrumente und den Gesang hört!

Wo viel Licht ist, gibt’s leider auch meist zumindest etwas Schatten - in diesem Fall die Tatsache, daß man sich aus mir nicht verständlichen Gründen dazu entschlossen hat, das Konzert nur auszugsweise zu veröffentlichen.
So fehlen auf der DVD von den ursprünglich 20 Songs genau ein Viertel - wobei "Logical Progression" als "Special Feature" einsortiert wurde. Die CD ist mit zwölf Titeln noch ein Stück kürzer.

Warum die Songs bei der Veröffentlichung dann auch noch gegenüber der ursprünglichen Reihenfolge durcheinandergewürfelt wurden, entzieht sich vollkommen sowohl meiner Kenntnis als auch meinem Verständnis.
Trotzdem eine überaus empfehlenswerte DVD - am besten gleich in der Special Edition wegen des besseren Preis/Leistungsverhältnisses.