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Robert Plant – Fate Of Nations

Wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, daß mich das werkeln von ROBERT PLANT bis vor ungefähr zwei Wochen noch nicht einmal die Bohne interessiert hat. Dann sah ich aber zufälligerweise auf MTV (jaja, auch ich bin  kommerzverseucht) das neue Plant-Video „29 Psalms“ und war fasziniert. Am darauffolgenden Tag stürzte ich dann gleich in den nächsten Plattenladen, um mir „Fate Of Nations“ zuzulegen – eine Investition, die sich auf jeden Fall gelohnt hat.

ROBERT PLANT veröffentlicht mit „Fate Of Nations“ eine Scheibe, die Jens ziemlich treffend als eine Art „Öko-CD“ betitelt hat. So vernimmt man neben Plants faszinierender Stimme u.a. Country-Elemente und sowohl orientalisch angehauchtes als auch irische Klänge. Alles in allem ein Album, das mich von seiner Vielseitigkeit und seinem Abwechslungsreichtum eher an PETER GABRIEL erinnert, als an das zeitweise doch recht einfallslose Gedudel mancher seiner Rock-Kollegen.

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Phantom Blue – Built To Perform

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie scheint mir der Begriff „All-Girl-Band“ doch recht vorbelastet zu sein, bekommt man doch meist unter diesem Namen ein paar höchstgradig gestylte Blondies vorgesetzt, vorne mit viel Plastik im tiefen Ausschnitt und auf der Rückfront mit einer möglichst knappen „Bespannung“ aus Lack oder Leder  ausgestattet. Soweit gäbe es ja eigentlich noch nichts zu meckern, wenn diese Mädels dann nur nicht versuchen  würden, irgendwelche Instrumente zu spielen oder gar in den höchsten Tönen in irgendein Mikro zu piepsen.

Glücklicherweise gibt es aber auch zu jeder Regel mindestens eine Ausnahme, die in unserem Falle auf den Namen PHANTOM BLUE hört. Das soll nun allerdings nicht heißen, daß es sich bei den Mädels von PHANTOM BLUE um Wesen handelt, deren  bloßer Anblick reicht, jeden in die Fluch zu schlagen. Ganz im Gegenteil.

Aber PHANTOM BLUE haben noch einen wahnsinnigen Vorteil gegenüber großen Teilen ihrer „weiblichen“ Konkurrenz: Sie können Musik machen. Lange genug haben sie sich ja auch für ihr neues Album Zeit gelassen. Ihr Debut, das für meinen Geschmack doch einen Tick zu sehr in die Richtung Pop-Rock driftete, ist immerhin schon vier Jahre alt. Doch wie heißt’s so schön: „Das Warten hat sich gelohnt!“. PHANTOM BLUE liefern mit „Built To Perform“ eine Scheibe ab, die zumindest ich in dieser Härte nicht erwartet hätte. Guter Gesang, dominierende Gitarren, kurzum eine gelungene Rock-Metal-Mischung.

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Ozzy Osbourne – Live & Loud

Ein ungewöhnliches Live-Album von wohl einem der herausragendsten „Sänger“, die die Metal-Welt je bevölkerten. Schon das Intro ist ziemlich geil gemacht (Originalzitat Stefan: „Ich hann gemännt, mei CD-Player weer kabutt…..“) – ein Zusammenschnitt der Höhepunkte und Refrains der auf dieser Platte enthaltenen Songs.

In den darauf folgenden ca. 2 Stunden bekommt man dann all das geboten, was man von OZZY erwartet: sowohl Songs aus seiner BLACK SABBATH-Ära („Paranoid“, …), Evergreens („Mr. Crowley“, …) als auch Songs von OZZYs letzen Alben („Miracle Man“, „No More Tears“, …). Für all diejenigen, die immer noch in Trauer darüber zerfließen, das man für OZZY und BLACK SABBATH zwei getrennte Eintrittskarten lösen muß, gibt’s dann am Ende von CD2 noch 2 besondere Schmankerl: „Black Sabbath“ und „Changes“, aufgenommen bei einem Live-Reunions-Jam in der BLACK SABBATH-Originalbesetzung featuring Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward. Was soll man ansonsten zu OZZY noch sagen? Entweder man liebt oder man haßt ihn – etwas dazwischen gibt’s nicht.

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Mason – Big Illusion

Erinnert Ihr Euch auch noch an die Momente, als im Fernsehen die gute, alte Sissy-Trilogie zum
dreihundertfüfundvierzigsten Male wiederholt wurde? Wer hat sich nicht über Mami oder Omi lustig gemacht, die beim Betrachten dieser schönen Schmalztrief-Filme in Tränen der Rührung
ausbrachen? Ich schon, und das wurde mir kürzlich zum Verhängnis.

Als ich nämlich beim Hören von MASONs „Big Illusion“ die Tränen nicht mehr halten konnte, hatte Omi endlich die lang ersehnte Chance zur Rache. Es soll aber auch mal jemand versuchen, bei Texten wie „It’s a hard life to live without you girl, it’s a hard fight to leave you all alone, it’s a hard live to live without your love“ (Zitat aus „Hard Life“ – womit sich manche doch ihr Leben unnötig erschweren !?!) nicht wie ein Schloßhund zu heulen.

Für alle, deren sentimentale Zeiten noch nicht gänzlich vorbei sind.

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Jonas Jinx – Troubled Times

Bei Jonas Jinx hat sich seit ihrer 91’er Demo einiges getan. Bemängelte ich seinerzeit (wie das klingt – will sagen „in der letzten Ausgabe“) noch die Tatsache, daß beim Demotape sowohl Musiker- als auch Namen der einzellnen Songs fehlten, so läßt die CD zumindest in dieser Hinsicht keine Wünsche mehr unerfüllt. Im Gegenteil: Es werden sogar noch die Texte zu den Songs mitgeliefert, eine Tatsache, die heute leider selbst bei Mega-Topacts noch keine Selbstverständlichkeit ist. Leider sind die obengenannten Tatsachen aber wohl trotz allem wohl eher unwichtige Kriterien für und wider die Anschaffung einer CD. Und in musikalischer Hinsicht konnte mich das Teil nicht so recht überzeugen.

Zwar ist alles technisch einwandfrei und sauber eingespielt, doch leider herrscht auf der CD überwiegend ein recht krasser Ideenmangel, was mich ab ca. der 20. Minute doch des öfteren in Richtung Display meines CD-Players schielen ließ. Alles in allem bleibt also eine recht ordentliche Punk-Scheibe, womit es sich dann aber leider zum Thema Vorzüge schon hat.