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Gnome ohne Firefox-ESR

Selbst wenn mit gnome-core lediglich das Minimalpaket gewählt wird, wird bei der Installation von Gnome unter Debian der Browser Firefox in der ESR-Version 52 zwangsweise mitinstalliert.

Spätestens wenn parallel eine aktuelle Version von Firefox installiert wurde, wird die ESR-Version nicht mehr benötigt und könnte deinstalliert werden. Leider quittiert die Paketverwaltung ein

# apt remove firefox-esr

nicht nur damit, daß sie auch „gnome-core“ deinstallieren will, zusätzlich wird die Installation von chromium mit eingeplant:

...
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
  firefox-esr gnome-core
Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:
  chromium
...

Nach einigen ergebnislosen Versuchen fand sich schließlich bei reddit der entscheidende Fingerzeig: die Installation eines mit equivs selbstgebastelten Fake-Pakets, welches dem System einen vorhandenen firefox-esr vorgaukelt.

Ein passendes Muster für eine Control-Datei findet sich in Kapitel „15.2.1. Meta-Pakete oder vorgetäuschte Pakete“ des Debian Adminstrator Handbuchs und ist schnell angepasst:

Package: fakefox-esr
Version: 0.1
Maintainer: Andreas Thul <ab@c.de>
Provides: firefox-esr (=52)
Architecture: all
Description: Fake package - Firefox ESR
 This is a fake package to let the packaging system
 believe that Firefox ESR is installed.

Die wichtigste Zeile hierbei ist „Provides: …“, welche vorgaukelt, daß das Paket tatsächlich Firefox in der ESR-Version bereitstellt.

Nachdem das Paket  mittels

# equivs-build fakefox-esr

erstellt wurde, kann es über

# sudo dpkg -i fakefox-esr_0.1_all.deb

installiert werden. Anschließend führt die Entfernung des „firefox-esr“-Pakets zum ursprünglich beabsichtigten Ergebnis:

sudo apt remove firefox-esr
...
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
firefox-esr
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 1 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.
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Automatischer Redirect bei Firefox

Im lokalen Netz werkelt eine virutelle Linux-Spielkiste, welche auf Grund ihres Einsatzzwecks auf den Namen „sandbox“ hört. Der auf dieser Maschine laufende Webserver ist aus dem lokalen Netz über die Adresse „http://sandbox“ erreichbar.

Wenn die Kiste ausgeschaltet ist, führt ein Versuch, die URL in Google Chrome zu öffnen wie erwartet zu einer Fehlerseite mit dem Hinweis

Die Server-IP-Adresse von sandbox wurde nicht gefunden.

Firefox hingegen versucht ebenfalls – logischerweise ergebnislos – die URL zu öffnen und führt den verdutzten Anwender letztendlich zur Adresse „http://www.rotoworld.com/?ref=sandbox“, eine Vorgehensweise, welche auf den ersten Blick unschöne Methoden wie DNS-Hijacking (oder Schlimmeres) als Ursache vermuten lässt, letztendlich aber einen trivialen Grund hat, welcher bereits vor rund 7 Jahren Thema des Beitrags „Firefox fügt automatisch ‚www.‘ und ‚.com‘ an“ war:

Wenn Firefox zu einer eingegebenen URL keine Verbindung bekommt, beginnt ein Verwirrspiel durch Anhängen einer Domainendung – in diesem Fall der Endung .“com“, die aus der ursprünglichen Adresse „http://sandbox“ dann „http://sandbox.com“ macht – welche zum gleichen Betreiber wie „http://www.rotoworld.com“ gehört und letztendlich den Redirect erklärt.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, was sich ein Programmierer bei der Implementierung solch sinnbefreiter Automatismen denkt: Wegen jedem Krimskrams wird irgendwo eine Leiste eingeblendet, die darauf hinweist, daß Firefox dieses, jenes oder noch was ganz viel tolleres könnte. Und bei sowas? Da wäre ein Hinweis „Address not found – redirecting to potentially unwanted site“ wirklich hilfreich.

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Firefox tötet Plugins

Beim Update von Mozilla Firefox auf die aktuelle Version 7 kann es passieren, daß installierte Plugins nach dem Update nicht mehr vorhanden sind. Auslöser scheint ein anstehendes Plugin-Update zu sein, das beim Update des Firefox schlicht und einfach nicht sauber durchgeführt wird.

Dieses Problem, bereits am 21.August 2011 als Bug #680802 gemeldet, wurde aber unverständlicherweise nicht als allzu schwerwiegend klassifiziert und vor Veröffentlichung der endgültigen Version auch nicht mehr behoben.

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Firefox fügt automatisch „www.“ und „.com“ an

(Nicht nur) Beim Arbeiten mit localhost kann es nerven, wenn Firefox meint, der URL „http://localhost“ noch ein paar zusätzliche Buchstaben verpassen zu müssen und beharrlich versucht, die Adresse „http://www.localhost.com“ zu öffnen.

In den Optionen ist kein Schalter vorgesehen, mit dem die automatische Ergänzung abgeschaltet werden könnte, mittels der erweiterten Einstellungen unter „about:config“ lässt sich das unerwünschte Verhalten aber mit einem einfachen Doppelklick auf die Einstellung

browser.fixup.alternate.enabled

unterbinden – oder wahlweise mittels der anderen „browser.fixup.alternate“-Parameter in sinnvollere Bahnen lenken.

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A script on this page is causing Mozilla to run slowly

Falls Firefox ab und an mit einem „A script on this page is causing Mozilla to run slowly“ nervt, so kann diese Meldung in den erweiterten Einstellungen „about:config“ mit Hilfe des Parameters

dom.max_script_run_time

abgeschaltet werden. Der Wert dieses Parameters gibt die Zeit in Sekunden an, die Firefox einem Script einräumt, bevor der User befragt wird – als Lösung ist entweder die Wartezeit zu erhöhen oder mittels „0“ auf Unendlich zu setzten.