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Album-Highlights 2017

Meine Album-Highlights des Jahres 2017 in alphabetischer Reihenfolge:

Ashbury: Endless Skies

Zwei Männer und ihre Gitarren – oder so ähnlich. Eine Mischung irgendwo zwischen Mark Knopfler, Ian Anderson und Uriah Heep.

Comedy Of Errors: House Of The Mind

Comedy Of Errors war DIE Überraschung des diesjährigen „Night Of The Prog“ und „House Of The Mind“ steht stellvertretend für eigentlich alle Releases der Band.

Dire Straits: Brothers In Arms (MFSL SACD)

Eine der Referenz-Veröffentlichungen der damals beginnenden Compact Disc-Ära. Die SACD von Mobile Fidelity schafft, woran die Standard SACD 2005 kläglich gescheitert ist: ein eigentlich perfektes Album um ein paar weitere Nuancen zu bereichern.

Threshold: Legends Of The Shires

Nach der eher unrühmlichen Trennung von Damian Wilson wurden meine zugegebenermaßen nicht sehr hohen Erwartungen deutlich übertroffen, auch wenn eine Straffung auf eine CD dem Album vielleicht gut getan hätte.

Roger Waters: Is This The Life We Really Want?

Viel zu viele Jahre nach „Amused To Death“ wirft Roger Waters erneut einen Blick auf die Menschheit.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.

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Roger Waters – Is This the Life We Really Want?

Nach 25 Jahren ist es endlich soweit:

Leider gibt es kein zweites „zum ersten Mal hören“ …

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Album-Highlights 2015

Meine Album-Highlights des Jahres 2015 in alphabetischer Reihenfolge:

album_highlights_2015

ABBA: The Visitors (Original-Release)

Es ist verblüffend, wie anders das Original im Vergleich zu den kaputt-gemasterten späteren Auflagen klingt.

Alice Cooper: Brutal Planet

Nach einer eher poppigen Zwischenphase mit Alben wie „Thrash“ erfolgt der Ausflug zum „Brutal Planet“ mit unvermuteter, aber gekonnter Härte.

John Carpenter: Lost Themes

Das erste „richtige“ Soloalbum von John Carpenter.

Superior: Moral Alliance

Kindheitserinnerungen, die auch nach vielen Jahren noch so frisch klingen wie damals. Nur Live-Bonustracks sind extrem überflüssig.

Roger Waters: Amused To Death (Anniversary Release)

Musikalisch und textlich noch genauso relevant wie damals, beeindruckt „Amused To Death“ 2015 gerade im Kontrast zu „The Endless River“ und im Schatten der „The Wall“-Tour noch ein Stück mehr.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.

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Roger Waters – Ca Ira

Rock-meets-Classic-Projekte gibt es wie Sand am Meer und es wird langsam schwer, einen Musiker zu finden, der noch nicht zusammen mit einem Orchester auf der Bühne gestanden hat.

Daß jemand komplett in fremden Gefilden wildert ist eher selten, sich aber an ein ausgewachsenes Werk zu trauen, ist noch mal eine Stufe gewagter. So bedarf es wohl eines Wahnsinnigen wie Roger Waters, den entscheidenden Schritt zu gehen, eine komplette Oper in drei Akten zu konzipieren und schließlich auch umzusetzen. Eine leichte Geburt war dies sicherlich nicht, begannen die Arbeiten an „Ca Ira“ vor inzwischen mehr als fünfzehn Jahren. Inspiriert und basierend auf einem französichen Libretto verfasst von Etienne und Nadine Roda-Gil, begann Roger Waters mit der Arbeit, die durch den Tod von Nadine Roda-Gil unterbrochen und anschließend als englischsprachiges Werk fortgesetzt wurde.

Auch wenn es sich bei „Ca Ira“ um eine klassische Oper handelt, so ist Water’s Handschrift doch unverkennbar und allgegenwärtig – egal ob bei den gigantischen Chören, eingebetteten Klangeffekten oder musikalischen Spannungsbögen.

Als besonderes Schmankerl gibt es mit der Erstauflage neben einem sechzigseitigen Booklet eine „Making Of“-DVD, für die eigens Adrian Maben (Pink Floyd: Live at Pompeji) als Regisseur verpflichtet wurde. Die DVD zeigt die Entwicklung des Werkes von den ersten Vorgesprächen bis hin zu den endgültigen Aufnahmesessions und bietet interessante Eindrücke der verschiedenen Phasen der Entwicklung inklusive Ausschnitte einiger Rough-Demos.

Opern zu bewerten ist schwierig, vor allem, wenn man sich im Normalfall in anderen musikalischen Gefilden bewegt. Als weiteren Stein im Lebenswerk von Roger Waters sehe ich in „Ca Ira“ aber durchaus einen wahren „Klassiker“.

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Roger Waters – Flickering Flame: The Solo Years Volume 1

Das nächste Studioalbum von Roger Waters nach »Amused To Death« läßt auch nach neun Jahren weiterhin auf sich warten – der ehemalige Mastermind von PINK FLOYD hat das Touren wieder für sich entdeckt und beehrt nach zwei ausgiebigen Touren durch die USA nun auch den Rest der Welt.

Und da auch eine Plattenfirma an einem solchen Event gerne mitverdienen will, hat man sich entschlossen, mit »Flickering Flame: The Solo Years Volume 1« eine Compilation auf den außeramerikanischen Markt zu werfen, die wohl mit Absicht nicht als „Best Of“ betitelt wurde – bietet sie doch neben einigem bekannten Songs auch für den Fan und Sammler einige normalerweise nur mit hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand zu ergatternde Stücke.

Los geht das Raritätenkabninett mit einer Coverversion von Bob Dylans ?Knocking On Heaven’s Door?, die für den israelischen Independent-Film »The Dybbuk Of The Holy Apple Field« aufgenommen wurde und bisher mangels Soundtrack-Veröffentlichung für Normalsterbliche überhaupt nicht auf Tonträger zu erwerben war. Die zweite Rarität ist ?Flickering Flame?, eine Demoversion eines noch unfertigen Stücks, das von Roger Waters zum ersten Mal zu Beginn der aktuellen Tour als Zugabe der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit ?Towers Of Faith? folgt ein Song vom schon lange nicht mehr erhältlichen „When The Wind Blows“-Soundtrack, bevor die CD mit der vierten und letzten Rarität endet – der original Demoversion des Songs ?Lost Boys Calling? (vom Soundtrack »Legend of 1900«), die allerdings ohne Eddie van Halen an der Gitarre und Orchester im Hintergrund auskommen muß.

Zwischen den Raritäten gibt es eine Reihe bekannter Aufnahmen, die von »The Pros and Cons of Hitchhiking« (1 Song), »Radio K.A.O.S.« (3 Songs), »Amused To Death« (2 Songs) sowie »In The Flesh – Live« (2 Songs) stammen.
Alles in allem eine Compilation, die wohl deutlich mehr auf den Sammler ausgerichtet ist, als auf Otto-Normal-Sonderangebotskäufer. Ob allerdings das nächste Studioalbum, wie aufgrund der einzigen bekannten neuen Songs ?Each Small Candle? und ?Flickering Flame? scherzhaft im Internet schon gemutmaßt wurde, tatsächlich ein Konzeptalbum über Kerzen wird – darauf dürfen wir weiterhin gespannt warten.