Zufallsentdeckung bei einer Probefahrt Wreckfest: “Hurt” ist der Opener des Debutalbums von One Desire und Teil des Spiel-Soundtracks, der leider bis auf einen weiteren Song von One Desire weniger hörenswert ist.
Zu den besten Alben des Jahres 2015 gehört “The Deviant Hearts” von Phantasma, einer Kollaboration zwischen Charlotte Wessels (Ex-Delain), Georg Neuhauser (Serenity / Warkings) sowie Oliver Philipps (Everon).
Dream Theater melden sich mit ihrem 15. Studioalbum zurück und leider bewahrheitet sich, was die erste Auskopplung “The Alien” schon vermuten ließ.
Während der Vorgänger “Distance Over Time” einen Fokus auf gutes, kompaktes Songwriting und griffige Melodien hatte, gerät bei “A View From The Top Of The World” mehr als einmal aus dem Blick, daß ein guter Song mehr ist als eine Aneinanderreihung von Ergebnissen technisch durchaus beeindruckender Handwerkskunst.
Das bereits erwähnte “The Alien” ist ein rund 9,5 Minuten langer Track, der bis auf wenige erinnerungswürdige Momente vor sich hinplätschert und spätestens am Songende größtenteils bereits wieder vergessen ist. Daß es die Band durchaus besser kann, beweisen “Invisibe Monster” und “Transcending Time” im Mittelteil des Albums, in denen genau das an anderer Stelle fehlende Songwriting und die griffigen Melodien hervorblitzen. Der titelgebende Schlusstrack demonstriert dann leider nachdrücklich, daß es für ein großartiges Prog-Epos deutlich mehr braucht als 20 Minuten Laufzeit mit technisch versierten Passagen zu füllen. Kein Vergleich zum Spannungsbogen eines “Octavarium”, stattdessen bleibt das Gefühl einer in manchen Momenten zusammenhangslosen Collage zu lauschen, die über weite Strecken schlicht langweilt.
Auf ein Album wie “A View From The Top Of The World” könnten viele Bands stolz sein, für Dream Theater sind 40 hörenswerte von insgesamt 70 Minuten doch eine eher magere Ausbeute.
The Oath sagte mir bisher gar nichts, aber die Vorstellung des selbstbetitelten Erstlings im Beitrag “Die besten Eintagsfliegen im DF-Universum” im Deaf Forever machte neugierig. Zwar fällt meine Einschätzung nicht ganz so euphorisch wie die des Deaf Forever aus, hörenswert ist die Scheibe aber allemal.
Dave Gahan, hauptberuflich bei Depeche Mode tätig, hat die Pandemie genutzt um ein Coveralbum abseits elektronischer Pfade zu veröffentlichen.

