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CDs

Serenity – The Last Knight

SERENITY veröffentlichen mit „The Last Knight“ ein weiteres Studioalbum – und damit ist leider auch fast schon alles gesagt.

Ähnlich wie der Vorgänger „Lionheart“ stagniert „The Last Knight“ auf hohem Niveau und wirkt im Gegensatz zu früheren Werken wie „Death & Legacy“ oder „Codex Atlanticus“ bereits beim ersten Hören seltsam vertraut. Gefüht bleibt nicht nur textlich ein „nächstes Thema“, „nächste Platte“ und die nächsten Mannen ziehen in die Schlacht – diesmal eben nicht für Richard Löwenherz sondern zum Ruhme und zur Ehre von Kaiser Maximilian I.

Um einen (zugegebenermaßen hinkenden) Vergleich zu bemühen fühlt sich „The Last Knight“ wie eine Episode aus STAR TREK: THE NEXT GENERATION an – handwerklich gut gemacht, mit guten Akteueren besetzt, aber immer an die „Prime Directive“ denkend und ohne Überraschungen. Etwas mehr Wagemut und Abwechslung hätten sowohl der Band als auch dem Album gut getan.

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CDs

Album-Highlights 2016

Meine Album-Highlights des Jahres 2016 in alphabetischer Reihenfolge:

Epica: The Holographic Principle

Die ausführliche Begründung gibt’s im Review.

Julian Dawson: Living Good

Vor inzwischen fast 20 Jahren im Vorprogramm von BLACKMORE’S NIGHT endeckt, begeistert Julian Dawson nicht nur live sondern auch auf „Konserve“.

Mark Knopfler: Tracker

Das Gute an „Tracker“ ist, daß die Scheibe so überhaupt nicht nach DIRE STRAITS klingt.

Rick Wakeman: The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table

Während andere Künster Remaster nach Remaster veröffentlichen und eigentlich nur das ursprüngliche Werk klangtechnisch runinieren, hat Rick Wakeman „The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table“ komplett neu eingespielt und um die bei der ursprünglichen Aufnahme entfallenen Passagen ergänzt.

Serenity: Codex Atlanticus

Inzwischen wieder ohne feste Sängerin begeistern SERENITY auch mit fast ausschließlich männlichen Vocals.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.

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Konzerte

Xandria / Serenity / Jaded Star 2016-02-20

Das Internet könnte eine segensreiche Erfindung sein: statt Webseiten einmal zu erstellen und nie mehr zu ändern, könnte man diese zeitnah aktualisieren – im Falle der Symphonic Metal Nights zum Beispiel mit der Tatsache, dass der Konzertbeginn vorverlegt wurde und zum angekündigten Startzeitpunkt um 20 Uhr JADED STAR bereits die Bühne verlassen statt betreten werden. Schade für alle, die pünktlich sind, denn der Opener, der um 19:30 Uhr die Bühne betritt, soll laut Zeugenaussagen durchaus hörenswert gewesen sein.

serenity_2016-02-20Während SERENITY beim Vorgängeralbum „War Of Ages“ noch mit sechs Personen auf den Promophotos bewundert werden durften, präsentiert sich die Band zu „Codex Atlanticus“ sichtbar verändert: Sängerin Clementine Delauney hat genauso wie Keyboarder Mario Hirzinger die Band verlassen und als neuer Leadgitarrist präsentiert sich die bisherige Live-Aushilfe Chris Hermsdörfer. Der Stimmung tut dies aber keinen Abbruch, denn SERENITY wissen vom ersten Moment an das Publikum zu begeistern. Neben den bemerkenswerten sängerischen Qualitäten von Frontmann Georg Neuhauser liegt dies auch an seinen Qualitäten als Frontman mit österreichischem Charme – man merkt zu jeder Zeit, wie viel Spaß es ihm macht, da „oben“ zu stehen und mit dem Publikum zu interagieren.  Je nach Bedarf wird die Truppe dann doch noch aufgestockt: da rund die Hälfte der dargebotenen Songs weibliche Vocals benötigen, hat man für die Tour Natascha Koch (TASCHA) als Verstärkung eingepackt, die bereits beim Bonustrack „Sail“ auf „Codex Atlanticus“ zu hören war. Gesanglich ebenfalls glänzen kann Basser Fabio D’Amore, der live beweist, daß er auch ohne Studio-Technik seine Leadparts im Griff hat.

Beim anschließenden Auftritt von XANDRIA will der Funken nicht so recht überspringen, obwohl sich die Band fleißig bemüht. In wiefern dies an der im Tourbus grassierenden Grippewelle liegt ist schwer zu beurteilen, ein Teil der fehlenden Stimmung darf aber getrost als selbstverschuldet verbucht werden. Daß sich Sänger (und Sängerninnen) ab und an zum jeweiligen Konzept passend in Schale werfen, ist nicht erst seit Alice Cooper bekannt – warum aber Dianne von Giersbergen über die komplete Länge des Konzerts mit einem Kopfschmuck auf der Bühne steht, mit dem sie wie eine „Ich muss meinen Kopf gerade halten“-GNTM-Aspirantin wirkt, bleibt wohl ihr Geheimnis und wird durch die an Maren Gilzer angelehnten Stummfilm-Performance noch mehr als verstärkt. Leider ist auch die Gesangesleistung zu weiten Teilen enttäuschend – sobald die Vocals außerhalb der normalen Singstimme nach „oben“ führen, bleibt deren Text für uneingeweihte schlicht unverständlich. Auch die solide agierende Instrumentalfraktion kann nicht mehr viel retten, letztendlich bleiben Leistung und Stimmung im Vergleich zu SERENITY enttäuschend.