Musik

Klaus Seilers Album-Highlights 2022

21. Dezember 2022 · Audio · Klaus Seiler · Kein Kommentar

Meine Album-Highlights des Jahres 2022:

Albumcover

Rokia Koné & Jacknife Lee - Bamanan

Dieses Album habe ich zu meiner Nr. 1 für dieses Jahr gekürt. The Rhytms of Mali, sehr cool produziert und dennoch hat es diesen gewissen Roots-Touch. Das für mich perfekte Afro-Album.

Dare - Road To Eden

Mehr und besserer Melodic-Rock in epischem Breitwand-Sound geht wohl kaum. Kommt vielleicht nicht so ganz an die frühen Meilensteine heran, ist aber immer noch Dare pur. Gerne noch ein solches Werk.

Shemekia Copeland - Done Come Too Far

Diese Lady ist eine Blues- und Soulrakete, Energie pur. Und weil das so ist, bekommt sie bei mir (knapp, aber immerhin) den Vorzug vor Buddy Guy mit “The Blues Don’t Lie”.

Whiskey Myers - Tornillo

Das zweite Rockalbum der Marke “Kick Ass” muss natürlich in meine Top 10, ein anderes war Suckerpunch “Red Neck Gasoline”. Auch hier war das Glas Whiskey um einen Millimeter voller. Mit einem Touch mehr “Bandbreite” im Abgang.

Aoife O’Donovan - Age of Apathy

Zugegeben, die Frau schaut auf dem Cover durchaus ein wenig apathisch aus. Aber das täuscht. Streiche Apathie, setze Entschleunigung. Traumhafte Singer-Songwriter-Musik mit etlichen feinen Schlenkern und Wendungen und einer tollen Stimme.

Charley Crockett - The Man From Waco

Man schaue sich das Cover an und braucht kaum noch Worte zu verlieren. Mehr Country & Western geht nicht. Aber wenn schon, dann so oldschool, daß Bilder aus den glorreichen Zeiten der US-Western aus den 1950ern auftauchen. Dazu kommt diese herrlich prägnante Bariton-Stimme. Normalerweise ist das nicht unbedingt mein Genre, aber in diesem Falle finde ich es absolut cool. Wer mag, darf es auch gerne äußerst klischeehaft finden, wäre mir dann aber ziemlich schnuppe.

M!R!M - Time Traitor

Synth-Pop für Großstadt-Cowboys. Also für Leute, die sich spät nach Mitternacht aus hippen Neonglanz-Clubs auf den Weg ins heimische Loft machen. So gut sind die 80er schon lange nicht mehr auferstanden.

Goodbye June - See Where The Night Goes

Ac/Dc trifft Led Zep mit lockerem Flower-Power-Vintage-Flair. Und entgegen meinen ersten Erwartungen ist das Album kein Abklatsch, sondern eher sowas wie eine Art Frischzellenkur. Macht tierisch Spaß und geht ab wie Schmitts berühmte Katze.

Marillion - An Hour Before Dark

Dieses Album hätte ich Marillion nicht mehr wirklich zugetraut. Das ist Prog mit allen seinen Windungen und Wendungen. Songs über mehrere Teile, sie türmen sich zu Wellen, fallen in sich zusammen und bauen sich neu auf. Sowas trifft meinen Nerv und das Werk gehört damit ohne Zweifel in meine Top 10.

Eliza Gilkyson - Songs From The River Wind

Der Genre-Mixe Singer-Songwriter, Folk, Americana war in diesem Jahr bei mir ziemlich stark besetzt. Miranda Lambert wäre noch zu nennen, ebenso Calexico, aber Miss Gilkyson machte schließlich mit dünnem Vorsprung das Rennen. Die Musik klingt übrigens genau so, wie das Coverpic ausschaut. Zurückgenommener Folk, ein wenig karg wie die Landschaft. Dennoch ein Hinhörer, ganz ohne Füllmaterial. Sehr sehr angenehm zu hören.


"Hörenswert" ab sofort unregelmäßig

18. Dezember 2022 · Hörenswert · andreas · Kein Kommentar

Seitdem ich im Januar 2021 die neue Kategorie “Hörenswert” eingeführt habe, erschien hier jeden Montag ein neuer Beitrag.

Neben der Grundidee, auf aus meiner Sicht hörenswerte Songs hinzuweisen, war ein weiterer Gedanke, eine Art musikalisches Tagebuch zu führen, welche Band oder Platte mich wann beschäftigt hat. Interessanterweise war es so, daß in manchen Wochen gleich mehrere Songs zur Auswahl standen, während ich in anderen Wochen gezielt nach dem “Hörenswert der Woche” suchen musste.

Erschwert hatte ich mir die Auswahl durch den Grundsatz, nur offizelle Clips (oder später auch Bandcamp-Präsenzen) zu verlinken, was besonders beim Hinweis auf ältere Songs manchmal schlicht unmöglich war.

Insgesamt ist das Experiment

Geplant ist, jede Woche einen neuen Beitrag zu verfassen und einzustellen - mal sehen, wie gut und wie lange das klappt …

besser gelaufen als erwartet, trotzdem werden ab sofort “Hörenswert”-Beiträge nur noch in unregelmäßiger Abfolge erscheinen.


Hörenswert #99: Roger Waters - Comfortably Numb 2022

12. Dezember 2022 · Hörenswert · andreas · Kein Kommentar

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Kann “Comfortably Numb” ohne Gitarrensolo funktionieren? Meine spontane Antwort wäre ein klares “Nein” gewesen, aber Roger Waters beweist mit seiner Neueinspielung, daß es möglich ist.


Suckerpunch - Redneck Gasoline

08. Dezember 2022 · Audio · Klaus Seiler · Kein Kommentar

Suckerpunch - Redneck Gasoline (Cover)Suckerpunch. Nach was hört sich das an? Und erst “Redneck Gasoline”, das Coverpic, mehr Wink mit dem Zaunpfahl geht eigentlich nicht. Und dabei kommt die Band aus Dänemark, man glaubt es kaum, wenn man hört, was die so fabrizieren.

Das Album: Hardrock der Marke “Kick Ass” mit ordentlich Blues-Würze und diesem gewissen Route 66 – Feeling. Eigentlich braucht man sonst wirklich nicht viel zu sagen oder zu schreiben. Die Songs gehen ab wie Schmitts berühmte Katze und gehören im Frühling und Sommer auf jeden USB-Stick im Auto. Geile Gitarrenriffs, rotziger Rock & Blues, die Stimme des Mannes am Micro klingt nach viel Alkohol und etlichen Gramm Tabak. Wer ZZ Top mag und dazu noch Oldschool Hardrock, ist hier bestens bedient.

Es gibt kaum ein Album, zu dem man so wenig schreiben oder sich aus den Fingern saugen kann, wie dieses. Mit 2 oder 3 Sätzen ist alles gesagt, alles weitere wäre nur noch Schreibgelaber.


Hörenswert #98: Beast In Black - Moonlight Rendezvous

05. Dezember 2022 · Hörenswert · andreas · Kein Kommentar

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Aktuell im Vorprogramm von Nightwish sind Beast In Black zu sehen und zu hören. Die Band macht live durchaus Spaß, auch wenn auffällt, daß all die vielen Keyboards und Synthesizerklänge eben nicht live sind sondern vom Band kommen.