Frantic – Welcome To Paradise

frantic-wtpDas wohl beste Tape, das mir für diese Ausgabe zur Besprechung vorlag, lieferten FRANTIC mit ihrem „Welcome To Paradise“ Demo ab. Das Tape beginnt herrlich MEKONG DELTA-mäßig (fiedel, streich – Red.) und bleibt auch irgendwo recht nahe an dieser Linie. FRANTIC jedoch als billige MEKONG DELTA Kopie abtun zu wollen, wäre der Band gegenüber sicherlich ungerecht, zumal sich die Ähnlichkeiten eh mehr auf die auf „The Music Of Erich Zann“ zelebrierten Titel beziehen.

Ach, bevor ich’s vergesse, hier noch die technischen Daten: Colorcover, Bandfoto, vier Songs, ca. 23 Minuten Spielzeit, guter Sound und das ganze für läppische 10.DM (+ 2.- DM in Briefmarken) – Herz, was willst Du mehr?

„Welcome To Paradise“ ist auf jeden Fall etwas für all diejenigen unter Euch, die mal wieder etwas richtig geiles für ihr Tapedeck suchen. Und jetzt noch das Wichtigste: zu beziehen ist das Tape bei: Adresse.

 

Death Power – The Bogeyman

Oh Gott, wieder eine dieser Möchtegern-Deathbands, die mit sinnlosem Gekloppe versuchen, in den Himmel der Götter vorzustoßen. Hoffentlich überleb‘ ich’s! so oder zumindest so ähnlich waren meine Gedanken, als ich die CD von DEATH POWER in den Händen hielt und den Bandnamen gelesen hatte.

Nun ja, gleich mal vorweg: ich hab’s überlebt (Logisch, sonst könntet ihr deses Review von mir nicht lesen) Daß es trotzdem zu einer gesundheitlichen Strapaze für mich wurde, liegt keinesfalls daran, daß ich mir die Seele aus dem Leib gek…. hättem sondern daran, daß diese CD meine Erwartungen in keinster Weise erfüllte und mich desöfteren zum Mitbangen animierte, was leider Genickschmerzen zur Folge hatte. Noch überraschter war ich, daß auf der Rückseite der CD irgendwo das Wort „France“ auftauchte, da ich unseren französichen Nachbarn so was ehrlich nicht zugetraut hätte (Excusez!).

Das, was sich nun auf dieser CD befindet, liegt wohl irgendwo zwischen „super“ und „gut“ und stellt eine Art Death-Speed-Mix dar. Die Jungs, die sich für diesen Mix verantwortlich zeigen, wissen wohl, was die wollen und es demnach auch tun, so daß man eigentlich nur raten kann: hört mal rein (BON JOVI Fans ausgeschlossen).

 

Valkyrie – Past, Present … Future?

Als VALKYRIE präsentieren sich uns Doug Herbert (v), Kevin Wagner (B, wie es aussieht der Hauptsongwriter der Band), Terry Torino (g) und Lind Mark Clayton (d), die mit ihrem Demotape „Past, Present … Future?“ eine der positiveren Neuerscheinungen auf dem Demosektor vorlegen. Zwar kommt einem manches, was die vier New Yorker da vom Stapel lassen doch irgendwie bekannt vor, jedoch nimmt dies nie so sehr überhand, daß man sich dadurch gestört fühlen müsste. So bekommt man hier Speed Metal der gehobenen Klasse geboten, der doch größtenteils zu überzeugen weiß. Die Arrangements sind wirklich gelungen (Basseinlagen, etc.) und die Songs arten nie in irgendwelches Geknüppel aus. Ganz im Gegenteil, die Band scheint zu wissen, wozu Instrumente da sind und was man damit machen kann. Einzig und allein der Sound läßt etwas zu wünschen übrig. Das Demo wird in Deutschland vertrieben und kostet 12.- DM.

 

Rain’n Steel – Get Your Metal Shower

rns-gymsHa, endlich mal wieder so etwas richtig schön locker-rockiges. Doch bevor ich mich nun etwas näher dem musikalischen Inahlt widme, noch ein paar Worte zum Tape selbst: hier hat es doch wahrhaftig jemand geschafft, ein Tape herauszubringen, auf dem weder Bandname, Tapename, Songnamen oder Musikernamen zu finden sind. Echt toll, Jungs!

Also nun mal zur Musik der Band, denn die ist wirklich hörenswert. RAIN’N STEEL rocken auf „Get Your Metal Shower“ einfach fröhlich und unbekümmert drauf los. Das ganze erinnert mich etwas an TWISTED SISTER zu ihren besten Zeiten, jedoch driften RAIN’N STEEL nie so weit ab, daß man sie als Kopie derer bezeichnen könnte. Die Erinnerungen rühren wohl eher von der rauchigen Gesangstimme als vom Stil her. „Get Your Metal Shower“ ist auf jeden Fall ein Tape, das man allen Freunden der Rockmusik empfehlen kann (Preis 10.- DM) und mit dem es sich wie durch zahlreiche Tests bewiesen – genauso gut Auto fährt, wie zu den guten alten TWISTED SISTER und ACCEPT Tagen.

 

Mega Grave – Grave Terror

Eine Frage: woran würdet ihr denken, wenn ihr ein Tape bekämet, das man wie folgt beschreiben kann: Bandname: MEGAGRAVE, Tapename: „Grave Terror“, Cover:schwarzes Kreuz auf blutüberströmten Hügel? Richtig, genau wie ich würdet ihr wahrscheinlich auf ein waschechtes Death Metal-Tape tippen. Doch weit gefehlt!

Denn alles, was man auf diesem Tape geboten bekommt, fällt eigentlich unter die Rubrik „normaler Metal“. Dies an sich wäre ja noch kein Nachteil, denn es gibt wirklich viele gute Bands dieses Genres. Leider gehört MEGAGRAVE meiner Meinung nach aber nicht dazu. Die vier Songs (Gesamtspielzeit knapp 16 Minuten – eh etwas dürftig) plätschern recht belanglos an einem vorbei (einzige Ausnahme: die Soli, die doch etwas Auflockerung bringen), und auch der „Gesang“ von Christine Hofmann führt nicht gerade dazu, sich für dieses Tape zu begeistern. Vielmehr erinnert mich ihr Sprechgesang (so leid es mir tut) an eine mißlungene Kabarettnummer. Ansonsten könnte ich der Band nur raten, ihre Songs noch einmal gründlich zu überarbeiten und für’s nächste Demo, wenn noch kein fester Volkalist gefunden ist, eine andere Aushilfskraft einzustellen.

„Grave Terror“ gibt es für 10.- DM bei: Adresse.