Talisman – Talisman

Hört auch Ihr gerne ‚mal etwas softeren Rock und habt Ihr auch das Problem, daß Ihr die Begeisterung vieler (Amerikaner) für BON JOVI nicht so ganz teilen könnt?

Dann habe ich hier mit TALISMAN genau das Richtige für Euch. Schon das Intro zeigt, was einem auf dieser Platte erwartet: abwechslungsreicher, origineller Melodic-Rock, den man auf den Werken ihrer Kollegen (Ihr wißt schon, wen ich meine!?) so oft schmerzlich vermißt. Sänger Jeff Scott, der die Bezeichnung „Sänger“ völlig zu recht trägt, und Christopher Stahl, dessen ausgereiftes Gitarrenspiel nie langweilig wird, haben es zusammen mit dem Rest der Band geschafft, ein wirklich gelungenes Debutalbum vorzulegen, das sich garantiert noch öfters auf meinem Plattenteller drehen wird. Falls Ihr die Platte irgendwo seht, hört auf jeden Fall mal rein. Anspieltips: „Break your chains“ und „I’ll be waiting“.

 

Steel Against Steel – From Factory To History

Ich muß zugeben, anfangs war ich etwas skeptisch, als ich „From Factory to History“ erhielt, da ich bisher noch nicht sehr viele wirklich gute Metal-Acts aus Holland kenne. Doch glücklicherweise hat sich meine Skepsis nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil. STEEL AGAINST STEEL liefern mit ihrem Debut zwar kein „absolutes Weltklassealbum“ ab, aber hören lassen können sich die sechs Songs auf jeden Fall. So findet man von etwas schnelleren Stücken bis zu dem balladesken „Cruise Of Oblivion“ eigentlich alles, was das Herz begehrt. Zu erkennen ist auch das große Potential, das in dieser jungen Band steckt, die man getrost für 20.- DM an jeden weiterempfehlen kann.

 

Animosity – Get Off My Back

„Get Off My Back“ könnte man vielleicht wirklich weiterempfehlen, wenn da nicht folgende beide Minuspunkte wären:

  1. DasCover: Man sieht drei „Hunde“, von denen einer fröhlich eine Wand besprüht, einer seinen Mageninhalt entleert und einer an eine Wand uriniert. Im Hintergrund ein Mensch, mit einer blutigen Motorsäge in der einen und einem abgetrennten Kopf in der anderen Hand. Von den Krallen, die im Vordergrund aus dem Gully ragen, ganz zu schweigen.
  2. Die Texte: Als lyrische Untermalung findet man hier Texte, die dermaßen gelungen sind, daß dem Hörer eigentlich nur übel werden kann. Kostprobe: „Fuckin bitch think you’re hot, but you’re not, you’re just a fuckin whore…“

Die Musik der Band ist eigentlich als recht gelungen zu bezeichnen, obwohl einem hier einige Passagen doch auch recht bekannt vorkommen. So erinnert mich die ganze Platte doch etwas an SACRED REICH, vor allem von den Songstrukturen her.