Technik

Einrichten einer 32bit-ODBC-Quelle auf einem 64bit-System

28. März 2015 · Programmierung · andreas · 2 Kommentare

Versucht man auf einem 64bit System mit 32bit Software auf eine ODBC-Quelle zuzugreifen, so erhält man statt der erhofften Daten lediglich eine Fehlermeldung:

connection failed: [Microsoft][ODBC Driver Manager] Der angegebene DSN weist eine nicht übereinstimmende Architektur von Treiber und Anwendung auf. (SQL-IM014)

Auf den ersten, zweiten und dritten Blick bietet Windows auch keine Möglichkeit, die gewünschte Architektur der Datenquelle anzugeben. Der Trick liegt im expliziten Aufruf des ODBC-Datenquellen-Administrators “odbcad32.exe” im Pfad “C:\Windows\SysWOW64”, auf den standardmäßig kein Link im Startmenü gesetzt wird.

Da die Verwaltungsoberflächen für 32bit und 64bit nicht gekennzeichnet sind, hilft im Zweifelsfall ein Blick in die Prozessliste des Taskmanagers: hat die dort aufgefühte “odbcad32.exe” den Zusatz “*32”, so ist aktuell die Verwaltung für 32bit-Datenquellen gestartet. Fehlt dieser Zusatz, ist die Verwaltung für 64bit Datenquellen aus dem Verzeichnis “C:\Windows\System32” aktiv.


Versionsverwaltung mit Fossil

05. März 2015 · Programmierung · andreas · Kein Kommentar

Im privaten- oder Hobbybereich nur selten eingesetzt, kann eine Versionsverwaltung auch hier helfen den Überblick zu behalten. Egal, ob der Umfang über eine Hand voll Dateien oder die Skriptlänge über eine Bildschirmseite wächst - irgendwann führen temporär umbenannte Dateien und ge-zip-pte Versionen mehr zur Verwirrung denn dazu, im Falle eines Falles nochmal die letzte funktionierende Version rekonstruieren zu können.

Ein Blick auf einen der Big Player wie Git macht allerdings wenig Lust darauf, ein Versionsmanagement einzusetzen: alleine die Installion und Konfiguration wird mit ein bißchen Pech leicht zu einem Unterfangen, das die Größe des eigentlich zu verwaltenden Projekts deutlich übersteigt.

Als schlanke und sowohl einfach zu installierende als auch zu konfigurierende Alternative entpuppt sich Fossil, dessen Installation aus dem Herunterladen einer gepackten Datei besteht mit der dann dach dem Entpacken in einen beliebigen Ordner sofort losgelegt werden kann. Wer es etwas komfortabler haben will, entpackt die Datei irgendwo innerhalb des Suchpfades oder erweitert diesen um das Verzeichnis, in dem die ausführbare Fossil-Datei liegt.
Ein weiterer Vorteil von Fossil liegt darin, daß ein Fossil-Repository lediglich aus einer SQLite-Datenbank besteht, somit also im Bedarfsfall problemlos auf einen USB-Stick, Cloudspeicher (oder sonstwohin) kopiert und an einem anderen Ort weiterverwendet werden kann.

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Falsche Systemzeit in einer virtuellen Linux-Maschine unter Windows

01. März 2015 · Betriebssysteme · andreas · Kein Kommentar

Wenn sich Windows und Linux eine physikalische Hardware-Plattform teilen, kann es zu Unstimmigkeiten über die tatsächliche Uhrzeit kommen. Dies liegt darin begründet, daß Linux die Systemzeit standardmäßig als UTC betreibt, Windows hingegen nach lokaler Zeit.

Um Zeitdifferenzen zu bereinigen genügt ein

hwclock --localtime --systohc

als Benutzer root auf der Kommandozeile des Linux-Systems, welche die Einstellung korrigiert und in der Datei “/etc/adjtime” festhält.


Bitdefender Internet Security

17. Februar 2015 · Anwendungen · andreas · 3 Kommentare

Nachdem Bitdefender vor einigen Jahren auf Grund der aggressiven Plugin-Installationen von der Festplatte verbannt wurde, waren die Kombination aus auslaufender G Data-Jahreslizenz, dämlicher Werbung sowie “Kostenlose Bitdefender Internet-Security für 9 Monate”-Aktion Anlass, Bitdefender noch einmal eine Chance einzuräumen.

bitdefender_is_01

Schon der Begrüßungsschirm “Bitdefender Oneclick Security” zeigt deutlich, wohin die Reise geht und so entpuppt sich die “Benutzerdef.” Installation" eher als Mogelpackung denn als ernstgemeintes Angebot: wo man bei der Konkurrenz aus einzelnen Komponenten wählen und z.B. bei der “GData Internet Security” in einer Minimalversion lediglich die Antiviren-Lösung installieren kann, gibt es bei Bitdefender gerade mal den Installationspfad sowie einen optionalen Proxy zur Auswahl.

Über Sinn und Unsinn zwangsinstallierter Zugaben kann man geteilter Meinung sein: während der Anbieter deren mögliche zusätzliche Sicherheitsleistung unterstreicht, bietet letztendlich jede unnötig installierte - weil nicht genutzte - Softwarekomponente neue Angriffsfläche alleine durch ihr Vorhandensein im System.

Bei der Installation spart Bitdefender dann nicht mit vollmundigen Versprechen - egal ob Bitdefender Photon für “Schnellste Systemgeschwindigkeit” dem “Installieren und Vergessen” Bitdefender Autopiloten oder der Geldbörse, spätestens bei dem Werbetext zur Ein-Klick-Optimierung sollte auch der leichtgläubigste Computernutzer hellhörig werden: ein Programm, welches “jede mögliche Optimierung” durchführt, verspricht auf jeden Fall mehr als es halten kann.

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Raspberry Pi Streamingclient Systemaktualisierung

07. Februar 2015 · Betriebssysteme · andreas · Kein Kommentar

Nach einer Systemaktualisierung des Raspberry Pi Streamingclients mittels

[root@alarmpi ~]# pacman -Syu

sah im ersten Moment alles gut aus: das Update lief durch, “systemctl –failed” offenbarte keine neuen Baustellen und auch der zwischenzeitlich abtürzende gmrender-resurrect lief wieder wie geplant.

Ein Problem zeigte sich allerdings beim Abspielen des ersten Audio-Tracks: die Lautsprecher blieben stumm und “aplay -l” lieferte mit

[root@alarmpi ~]# aplay -l aplay: device_list:268: no soundcards found...

den Hinweis, daß irgendetwas mit dem Treibern für den HiFiBerry nicht in Ordnung war.

Der entscheidende Tip kam vom HiFiBerry-Support innerhalb weniger Minuten in Form des “Configuring Linux 3.18.x-Guide”:

In January 2015, the Raspberry Pi kernel developers have decided to start using Linux 3.18.x. With this version a new way to load device drivers have been introduced to the Raspberry Pi environment. It is called device tree overlay. This brings big changes to the way how to configure the necessary drivers for the HiFiBerry boards.

Nach Einfügen der Zeile “dtoverlay=hifiberry-dac” in die Datei “/boot/config.txt” wurde der HiFIBerry wieder erkannt und die Soundausgabe funktionierte wieder.