Dem traditionellen britischen Prog-Rock der frühen Genesis und Marillion haben sich ABEL GANZ verschrieben, deren Song “The Life of the Honey Bee and Other Moments of Clarity” auf Grund seiner Überlänge nicht nur einen hervorragenden Test des Blog-Layouts darstellt, sondern mit einer Laufzeit von 12:37 auch deutlich über der radiokompatiblen drei Minuten-Marke liegt.
Eigentlich höre ich mir Alben gerne vor dem Kauf an, aber nach dem Motto “Was kann man für wenige Euro schon falsch machen?” wurde “Origins” von Imagine Dragons spontan beim Einkauf mitgenommen.
Während Bandname und Cover auch zu einer typischen Prog-Platte passen könnten, macht der Blick auf die Rückseite des Albums klar, daß es bei Imagine Dragons deutlich geradeliniger und moderner zugeht. Mit “Natural” eröffnet der stärkste Track das Album, bevor es bereits beim zweiten Song “Boomerang” langsam nervig wird und man verzweifelt versucht, Blümchen (“Wie ein Bum-bum-bum-bum-bumerang …”) wieder aus der Gedankenwelt zu verbannen. Leider klingen viele der Songs austauschbar und beliebig, so daß im Laufe des Albums die Orientierung immer mehr verloren geht.
Lediglich mit “West Coast” gibt es nochmal einen Höhepunkt nahe der Albummitte, bevor es im letzten Drittel so richtig bergab geht und jeder der abschließenden Songs auch beim nächsten Eurvision Song Contest von der Bühne schallen könnte. Der Schlußsong “Love” ist nicht nur musikalisch belanglos, die platte Message “All around the world - we are one” würde auch textlich hervorragend in den Wettbewerb passen. Es hat wohl seinen Grund, daß im Booklet vorsichtshalber keine Texte abgedruckt wurden.
Gerade weil sie musikalisch ein ganzes Stück von seiner Hauptband Fates Warning entfernt sind, faszinieren mich die Soloalben und Projekte von Jim Matheos. So auch “The Blurred Horizon” von Tuesday The Sky, das mit seiner ruhigen Melodieführung Erinnerungen an “First Impressions” weckt.
Dream Theater haben am 28. Juli ihr nächstes Studioalbum “A View From The Top Of The World” angekündigt. Auch wenn viele Fans auf “Images and Words” oder “Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory” als stärkste Alben schwören, bleibt für mich “Black Clouds & Silver Linings” bisher ungeschlagen - auch wegen “A Nightmare To Remember”.
Am 26. Juli 2021 ist Mike Howe verstorben, der bisherige Sänger der Band Metal Church. Ich bin 1989 mit dem Album “Blessing In Disguise” auf Mike und Metal Church aufmerksam geworden, der erste Song des Albums “Fake Healer” zog mich direkt in seinen Bann.
Der Clip zeigt die 2017’er Neuauflage von “Fake Healer” mit Todd La Torre als zusätzlichem Gastsänger, von der Originalversion gibt es leider kein offizielles Video.
Mike war von 1988 bis 1994 und von 2015 bis 2021 bei Metal Church aktiv. Ich habe die Band nur einmal live gesehen, beim Bang Your Head Festival 2005, damals allerdings mit Ronny Munroe am Mikro.
R.I.P.
